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Gespräch mit dem Direktor


11.7.2014 | Warum das Servizio steht und wie es sich über die Jahre entwickelt hat.

Nach einer Woche anstrengender Arbeit durften wir heute endlichen den Leiter des Servizio Cristianos kennenlernen. In einem Vortrag, der konsekutiv von einem Freiwilligen gedolmetscht wurde, stellte uns Janlucca die Gründungsgeschichte, den Zweck und die Ziele der valdensischen Einrichtung vor.
Seit der Schließung der Schwefelmine, die wir am zweiten Tag besichtigen konnten, ist die Hauptbeschäftigungs- und Einkommensquelle der Stadt versiegt, wodurch die Arbeitslosigkeit in der Stadt stark angestiegen ist. Im Zusammenspiel mit einer starken Mafia und Gleichgültigkeit seitens der Bevölkerung, war die Stadt 1959 – zum Gründungszeitpunkt des Servizios – zum Aussterben verurteilt. Die Auswanderung und Armut war hoch und die Hoffnung der Bevölkerung gering. Zudem interessierte sich der Rest Italiens wenig für die Armut Siziliens und insbesondere Riesis.
Das Servizio wurde also von Tullio Vinay gegründet um den Riesianern wieder einen Weg zu Bildung und würdevollem Leben zu ermöglichen.
Heute besteht das Servizio aus einem Kindergarten, einer Grundschule einer Mechanikerausbildungsstätte, einem landwirtschaftlichen Betrieb und einem Gästehaus. Unterstützt wird das Servizio von Freiwilligen, darunter auch wir.
Das Servizio wird jedoch nicht von allen positiv aufgenommen, da es die Bevölkerung auf die Probleme Riesis, wie eine hohe häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch, stößt, die von vielen verdrängt und nicht wahr gewollt werden.
Janlucca besteht jedoch darauf, dass sich das Servizio nicht in das unbewegliche Panorama Riesis einfügt sondern in Bewegung bleibt und sich ständig weiterentwickelt, um auch in Zukunft gute Arbeit zu leisten.

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